Und auf ein Neues - Erfolgreiche Steinzeitgöre

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Und auf ein Neues - Erfolgreiche Steinzeitgöre

Beitrag  Katyarianna am Fr 23 Okt - 11:50

Geneigte leicht angebrutzelte Lesefähige, erneut kann ich Euch mit einer Autorin belästigen:
Jean M. Auel

Ich war aus dem Gymnasium an die HTL (berufsbildende technische Oberstufe mit Matura (= Abitur) inkludiert eine komplette Facharbeiterausbildung und berechtigt zum Titel "Ingenieur" nach 3 jahren beruflicher Praxis) und hatte endlich die 70er-Jahre überlebt! Unter den Büchern, welche ich damals per Tag verschlang, war auch die Geschichte eines kleinen Menschenmädchens, welches verletzt von einer Gruppe Neandertaler gerettet und aufgezogen wird.

Als mir rund zwanzig Jahre später die folgenden Bände in die Hände vielen, dauerte es ein bischen, bis ich mich des kleinen Mädchens wieder erinnerte. Dann erschien der fünfte Band und vor vier Jahren der sechste. Sie erzählen die Geschichte "der Kinder der Erde" und spielt im Spannungsfeld von Neandartaler und Cro-Magnon-Mensch. Im Verlauf der Bücher werden die unterschiedlichsten Entdeckungen beschrieben, von Feuerstein über Pfeilschleuder und  Nadel bis zu Seife und wie jede einzelne ihre Gesellschaft revolutioniert, neue Möglichkeiten schafft, das Leben "verbessert" und politisch-soziales Prestige bringt.

Aylas Abenteuer beginnt am Schwarzen Meer, führt sie nach Norden in die eiszeitliche Tundra, dann vom Donaudelta bis zu deren Mündung und die Alpen bis nach Südfrankreich. Sie persönlich wird vom außenseiterischen Ziehkind zur anerkannten Heilerin und Priesterin, vom verweiseten Kleinkind zur Partnerin und Mutter. Sie symbolisiert im positiven Sinne den menschlichen Forscherdrang aber auch die Bereitschaft mit offenen Augen mit diese neuen Erkenntnissen althergenrachte Traditionen zu konfrontieren und zu hinterfragen - Evolution und Revolution.

Ein nicht unwichtiges Detail zum Schluß: allen Büchern ist gemein - von der längeren, einsamen Phase Aylaschen Exils abgesehen - in monotoner Regelmäßigkeit werden wir über unzählige Seiten hinweg mit montonem heterosexuellen Sex konfrontiert - jede Lesbe findet hier ihre Vorurteile bestätigt - und wer die erste gelesen hat, darf den Rest getrost als bereits bekannt überlesen. Der Große Vorteil: die recht umfangreichen Bücher werden dadurch beträchtlich schlanker!

Paläontologen haben die inhaltliche Qualität der Bücher durchaus gewürdigt und ich finde, daß man sich wirklich in die Menschen und ihre Zeit hineinfühlen kann. Ein empfehlenswertes Leseerlebnis für das Kaminzimmer, mit leichten altersbedingten Einschränkungen.

Katyarianna

P.S. Josimausi - nach vielen gemeinsam verbrachten TS-Nächten - ist Jondolar einer Deiner Vorfahren?  Rolling Eyes



Englische Ausgaben
Jean M. Auel: The Clan of the Cave Bear. Crown Publishers, New York 1980, ISBN 0-517-54202-1.
Jean M. Auel: The Valley of Horses. Crown Publishers, New York 1982, ISBN 0-517-54489-X.
Jean M. Auel: The Mammoth Hunters. Crown Publishers, New York 1985, ISBN 0-517-55627-8.
Jean M. Auel: The Plains of Passage. Crown Publishers, New York 1990, ISBN 0-517-58049-7.
Jean M. Auel: The Shelters of Stone. Crown Publishers, New York 2002, ISBN 0-553-28942-X.
Jean M. Auel: The Land of Painted Caves. Crown Publishers, New York 2011, ISBN 978-0-517-58051-6.
 
Deutsche Ausgaben
Jean M. Auel: Ayla und der Clan des Bären. Heyne Verlag, München 2002, ISBN 3-453-21525-7. (Taschenbuch)
Jean M. Auel: Ayla und das Tal der Pferde. Heyne Verlag, München 2002, ISBN 3-453-21522-2. (Taschenbuch)
Jean M. Auel: Ayla und die Mammutjäger. Heyne Verlag, München 2002, ISBN 3-453-21524-9. (Taschenbuch)
Jean M. Auel: Ayla und das Tal der Großen Mutter. Heyne Verlag, München 2002, ISBN 3-453-21523-0. (Taschenbuch)
Jean M. Auel: Ayla und der Stein des Feuers. Heyne Verlag, München 2003, ISBN 3-453-86945-1. (Taschenbuch)

Jean M. Auel: Ayla und das Lied der Höhlen. Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-26543-1. (Gebundene Ausgabe)

Link: http://www.aylaswelt.de/index.html
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Ort : Preßbaum bei Wien

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